SALVADOR DA BAHIA
Die grösste Attraktion Salvadors ist der Carnaval, der das grösste Strassenfest der Welt ist. An den 6 Tagen im Hochsommer Brasiliens sind bis zu einer Million Karnevalfans auf den verschiedenen Umzugsstrecken der Stadt unterwegs. Die Karnevalclubs nennen sich Blocos, und die im Zug mitziehenden Mitglieder tragen die jedes Jahr neu entworfenen Club-T-Shirts, bzw. wer es sich leisten kann, kommt im aufwendigen Phantasiekostüm. Es gibt viele Clubs, die sogenannte Trio Electricos auf die Piste schicken, mit gewaltigen Lautsprechersystemen und bekannten Stars wie Daniela Mercury, die Playback singen oder auch mit Band. Andere Clubs, wie zum Beispiel die Karnevalsabteilung von Oludum, ziehen mit bis zu hundert Trommlern los. Die Filhos de Ghandi bilden eine gewaltige
Demonstration der Pazifismus - natürlich auch musikalisch unterstützt. Didá ist ein Frauenclub, der sich den Rest des Jahres um junge Frauen aus den armen Vierteln kümmert. Auch spezielle Kinderumzüge sind unterwegs.
Der Carnaval ist ein Wirtschaftsmotor in der Millionenstadt des Nordostens, wo es nicht so viel Arbeit gibt, wie im Industriezentrum Sao Paolo. Die Zeiten, als die ehemalige Hauptstadt wegen des Handels mit Zucker und Diamanten das wirtschaftliche Zentrum Brasiliens war, sind schon lange vorbei. Aber die historische Altstadt, der Pelourinho, blieb als Schatzkästchen erhalten. Wegen der prächtigen Wohnhäuser aus der Kolonialzeit und den vielen Barrockkirchen wurde der “Pelo” zum Weltkulturerbe erklärt.
In der Altstadt gibt es viele Restaurants und Bars. Auf den Plätzen wird Musik gemacht. Die Kirchen, mit ihren Goldverzierungen und schönen Innenhöfen, sind eine Besichtigung wert. Aber bitte nicht ohne Hemd oder bauchfrei in die Kirche gehen und keine Fotos mit Blitzlicht machen. Neben der Katedrale kann man im afro-brasilianische Museum die Geschichte der brasilianischen Sklaven und die Herkunft der noch heute aktiven Candomble-Religion kennenlernen. Das Stadtmuseum soll eines der besten von den zahlreichen Museen sein.
Salvador da Bahia hat insgesamt 30 km Strand. Die bekanntesten Strände sind Itapuá, Piatá, Stella Maris und Flamengo. Näher beim Zentrum liegt der Stadtteil Ondina, wo Hotels an verschiedenen Buchten stehen. Dann kommt der Strand Farol da Barra und Porto do Barra, bereits in der Bucht von Salvador, mit erstaunlich sauberem Wasser.
Ankunft am Flughafen: Für 3 R$ kann man tagsüber im Bus mit Klimaanlage bis ins Zentrum fahren. Ein Stewart kümmert sich um die Koffer. Es gibt 2 Klassen von Taxis. Die kleineren nehmen ca. 50 R$ für eine Fahrt ins Zentrum
Ankunft von Itaparica: Die kleinen Fähren kommen beim Mercado Modelo an. Von da nimmt man den berühmten Fahrstuhl “Elevador Lacerda” und ist mitten im Pelourinho, der seit Juli 2005 Fussgängerzone ist. Kommt man mit der grossen Fähre, sollte man bis zum Fahrstuhl ein Taxi nehmen.
Links:
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Kriminalität: Außerhalb der Altstadt abends am besten mit dem Taxi fahren, einsame, dunkle Straßen meiden und nicht wie ein reicher Tourist herumlaufen. Beim Carnaval hat man als Touri manchmal fremde Finger in den Taschen. Deswegen: keine Armbanduhr, wenig Geld unterm Hemd und vom Reisepass nur eine Kopie mitnehmen. Nehmt Euch for Trickdieben in acht. Seit in Salvador Crack geraucht wird, hat sich die Zahl der Überfälle erhöht. Spielt nicht den Helden, falls Ihr einmal überfallen werdet. Die brasilianischen Gangster schießen oft sofort. Europäische Touristen kommen aber selten in ernsthafte Gefahr. Die Polizei nimmt die Sicherheit der Touristen sehr ernst. home